Leichte Wanderschuhe für Trekking: Trailrunners im Einsatz

Die ein oder anderen planen mittlerweile sicherlich schon ihre nächste Trekkingtour in Norwegen. Und klar, über „die richtigen“ Wanderschuhe lässt sich ja bekanntlich streiten – in Trekkingforen, im Outdoorladen, manchmal auch bei uns zuhause 😀 Ich bin allerdings bei unserer Abschlusstour in Norwegen so begeistert von wasserdurchlässigen Trailrunners gewesen, dass ich diese Erkenntnis mit euch teilen wollte.

Auf der Tour durch Jotunheimen im Sommer 2025 hat es regnet, es ging durch Flüsse, durch Moor und Schlamm… da war klar, dass die Schuhe und auch die Socken ruckzuck nass sind.

Über Nacht sind zumindest die Socken im Zelt immer wieder einigermaßen gut getrocknet. Ich hatte eine kleine Wäscheleine dabei, die mir wie ein Baby-Mobile über’m Kopf hang. Irgendwann hab ich mich aber auch gefragt, wozu überhaupt zum Trocknen aufhängen, wenn sie am Tag eh wieder nass werden? 😀

Ist das nicht nass und kalt, also unangenehm beim Wandern?

Die Nässe an den Füßen hat mich zu meinem eigenen Erstaunen überhaupt nicht gestört. Während des Wanderns sind die Füße in Bewegung und fühlen sich daher warm an. Wenn es tatsächlich kalt wird, kann man die Sealskinz (bin ganz großes Fan-Girl) drüberziehen. Das sind wasserdichte Socken (was es nicht alles gibt). Ich hab diese über meine eigentlichen Wandersocken gezogen. Andere ziehen auch einfach nur die Sealskinz an.

Warum überhaupt Trailrunners, statt „richtiger“ Wanderschuhe? Da gibt es für mich persönlich drei Gründe:

  1. Trailrunners sind viel leichter. Bei traditionellen Wanderschuhen bzw. -stiefeln habe ich das Gefühl, Ziegelsteine am Fuß mitzuschleppen. Da ich möglichst leicht unterwegs sein möchte, spare ich also Gewicht auch bei den Schuhen. Hier geht es aber natürlich auch um Wanderungen in „gemäßigtem“ Gelände. Beim Mount Everest oder auch beim Besteigen der Zugspitze würde ich vielleicht auch was anderes anziehen 😉
  2. Trailrunners werden zwar nass, allerdings auch wieder trocken. Wenn traditionelle (Leder-)Wanderschuhe bzw. -stiefel einmal nass sind, bleiben sie es in der Regel auch bzw. ist es sehr zeit- und luftaufwändig, sie wieder trocken zu bekommen. Bei Hüttenwanderungen mag das mit Trockenraum oder Kamin gut funktionieren. Ich finde das bei Trekkingtouren hauptsächlich im Zelt schwierig. Da bei wasserdichter Membran die Feuchtigkeit durch den Schuh nicht wieder entweichen kann, bleibt der Fuß also in einem feuchten Klima. Das ist nicht nur unangenehm, sondern fördert auch die Blasenbildung. Und wir sind wieder beim Gewicht: Nasse Schuhe = schwere Schuhe.
  3. Trailrunners engen den Fuß nicht ein, und fördern seine Belastung an unterschiedlichen Stellen. Dadurch verringert sich auch das Blasenrisiko. In herkömmlichen Wanderschuhen ist der Fuß sehr starr und fest immer in der selben Position, wodurch auch immer wieder dieselben Stellen belastet werden. Sprich, an diesen Stellen werden sich wahrscheinlich auch Blasen bilden, vorallem wenn’s nass ist.

In dem Sinne: Happy trail(-runner)s <3

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Veröffentlicht von DieWanderElster

Hej, ich bin die WanderElster, Bloggerin aus der Taunusgegend. auf diesem Blog schreibe ich über draußenverbrachte Zeit, wandernd, weiterwandernd, mit Rucksack, ohne Rucksack und ich freu mich, dass ihr dabei seid!

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